Tilo Schulz. Orbit im Kunstverein Hannover

Tilo Schulz hat eine neue, ortsspezifische Installation entwickelt, die die Linearität des kreisförmigen Rundgangs durch die Ausstellungsräume durchbricht und die Durchgänge zwischen den Ausstellungsräumen einnimmt. Die Skulpturen und architektonischen Eingriffe sind begehbar und bilden den Übergang in den nächsten Raum. Die skulpturalen Interventionen stehen nicht nur im Kontrast zur zurückhaltenden, funktionalen Architektur der Ausstellungsräume im Kunstverein, sondern kehren auch das Verhalten und die Funktion des Ausstellungsraums sowie den Übergang von einem Raum zum anderen um: Der Ausstellungsraum wird zum Durchgang, und die Zwischenräume werden zu einem Ort der Kunst und des Erlebnisses.

Konzept, Buchlayout, Typografie, Bildbearbeitung

Im begleitenden Katalog arbeiten wir angelehnt an die Ausstellungskonzeption mit den Zwischenräumen eines Buches, so betont die Typografie Übergänge und unübliche ›Buchorte‹. Der offene Rücken wird mitgestaltet, die Zwischenräume werden zu collageartigen Verdichtungen, Referenzabbildungen sammeln sich zwischen deutsch und englischen Textversionen, Bilder setzen sich auf Folgeseiten fort.

Hrsg. von Ute Stuffer für den Kunstverein Hannover | Sofcover, Schweizer Broschur | 128 Seiten de/en | 25 × 20 cm | Verlag für Moderne Kunst 2014